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Echo zum
Buch
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Auf dieser Seite stellen
wir Pressestimmen und Leserzuschriften zum Buch "Das eiserne Problem des
Sozialismus" vor und führen die bisher gefundenen Druckfehler auf.
Die Leserzuschriften werden teilweise gekürzt wiedergegeben, die
Verantwortlichkeit für die inhaltlichen Aussagen liegt bei den Autoren. |
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Der
Einband |
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PRESSESTIMMEN |
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Hinweis: |
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| >>junge Welt 05.10.2010 Neu 24.10.2010 | ||
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Junge Welt – 5. Oktober 2010 In seiner Rezension eines Buches über die Geschichte von Agfa/Orwo Wolfen erwähnt Helmut Höge lobend unser BAK-Buch "Das eiserne Problem des Sozialismus". Wir geben hier nur einen Auszug des Artikels wieder. Der komplette Text ist zu lesen unter Industrial Memories reloadedWirtschaft als das Leben selbst
Von Helmut Höge Die Geschichte der Treuhand-Abwicklung des Riesenwerks, in dem mehrheitlich Frauen arbeiteten, ist in Ostwind-Broschüren der Betriebsräte aus den Jahren 1990–93 nachzulesen. Karlsch und Wagner wollten nun weder eine Arbeiterbewegungsgeschichte noch eine reine Unternehmensgeschichte schreiben, so entschieden sie sich für ein Dazwischen und räumten den Intelligenzlern (der »Kreativen Klasse«) bei Agfa, Orwo und in der MDSE den breitesten Raum ein. Wie es besser geht, haben kürzlich 60 Autoren in ihrem umfangreichen Buch über die ebenfalls nach der Wende abgewickelte Großbaustelle des [...] »Bergbau- und Aufbereitungskombinats« (BAK) in Kriwoi Rog gezeigt.
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Neues Deutschland – Montag, 20. Mai 2009
Was blieb vom Einsatz in Kriwoi Rog?Ein RGW-Projekt wurde zur Industrieruine
Von Hannes Hofbauer Das eiserne Problem des Sozialismus. Ukrainisches Erz zum hohen Preis. 516 Seiten. Zu bestellen über: www.bakbuch.de / post (at) bakbuch.de .
Anmerkung der Herausgeber: Wir danken Hannes Hofbauer
für seine gerechte Einschätzung unseres Buches und auch für
sein Einverständnis, dass wir seine Rezension hier verwenden dürfen! |
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Junge
Welt / Berlin 28.07.2009 / Feuilleton / Seite 12
Unvollendetes und Umbenanntes
Wirtschaft als das Leben selbst
Etwa 800 Jahre lang wurde im Mansfelder Land Bergbau betrieben. Über
3000 Schächte gruben die Bergarbeiter dort in die Erde. Zweieinhalb
Millionen Tonnen Kupfer förderten sie zutage. Ähnlich war es
in der Südukraine, wo in der Region um Kriwoi Rog Eisenerz gefördert
wurde. Nach 1918 fanden hier wie dort die heftigsten Klassenkämpfe
statt. Im Mansfeldischen wurden die Arbeiterwehren von Max Hoelz organisiert
und angeführt. 1921 besiegten die SPD-Regierungstruppen die Arbeiterwehren
mit Hilfe rechter Freikorps. Hoelz emigrierte 1928 in die Sowjetunion,
wo er 1933 starb. In der Südukraine besiegten umgekehrt die anarchistischen
Partisanentruppen von Nestor Machno die reaktionären »Weißen«,
1922 wurden sie jedoch von der Roten Armee vertrieben. Machno gelang die
Flucht nach Paris, wo er 1934 starb. Im Hüttenkombinat in Kriwoi Rog entstand derweil der größte Hochofen der Welt. Ringsum wuchsen die Schlackenhalden auf einige Milliarden Tonnen an. 1969 beschloß man, ein Aufbereitungskombinat dafür zu bauen. Mehrere RGW-Länder sollten sich daran beteiligen, ihre Bauleistungen mit Eisenerz bezahlt werden. 1983 unterzeichneten vier Länder die Verträge. Obwohl bis dahin nie mit einem solchen Exportprojekt befaßt, wurde das Kombinat Mansfeld wegen Brosowski und der roten Fahne verpflichtet, den DDR-Teil des RGW-Vorhabens »BAK Kriwoi Rog« zu steuern. Es gründete dazu in Berlin den »VEB Mansfeld Generallieferant Metallurgie« (MGM). Im Prinzip war dies ein ähnliches Gemeinschaftsprojekt wie die Gastrasse von Sibirien in die DDR, nur daß um die »Druschba«-Abschnitte, die zu bauen die DDR übernommen hatte, jede Menge Propaganda gemacht wurde, während das »BAK« vergleichsweise geheim war. Kriwoi Rog lag im Oblast Dnjepropetrowsk, der für Ausländer gesperrt war. Es arbeiteten dann auch viele Leute von der Gastrasse auf der BAK-Baustelle. Zunächst wurde jedoch erst einmal ein Bauarbeiterdorf in Dolinskaja, 50 Kilometer entfernt von Kriwoi Rog, errichtet. Zusammen mit dem »Definitivbau« ergab das ab Mitte der achtziger Jahre die größte Baustelle der Welt. Das BAK ist heute noch nicht fertig. Erst verschwanden die Vertragspartner Sowjetunion und DDR, an ihre Stelle traten Ukraine und BRD. Dann galten plötzlich Weltmarktpreise, an denen gemessen das aufbereitete Eisenerz zu teuer wurde, so daß sich die BRD nach Abwicklung des Mansfelder Kombinats 1992 aus Kriwoi Rog zurückzog. Die ukrainische Notverwaltung des halbfertigen BAK schöpfte Hoffnung, daß weitergebaut werden würde, als die Stahlpreise ab 2002 stiegen. Die Kiewer Regierung verhandelte bereits mit dem größenwahnsinnigen Inder Lakshmi Mittal, der schon EKO-Stahl und Nova Huta erworben hatte. Aber mit der Wirtschaftskrise sanken die Chancen zum Weiterbau wieder gegen Null. Dafür hat jetzt einer der DDR-Baustellen-Dolmetscher, Rolf Junghanns, u.a. mit Geldern der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine der wunderbarsten Industrieprojekt-Geschichten über das »BAK Kriwoi Rog« veröffentlicht (im Schibri-Verlag Uckerland): Mehr als 80 ehemalige Kollegen, russische Partner, westdeutsche Abwickler, Frauen und Kinder aus Dolinskaja kommen darin zu Wort. Seit Maxim Gorki die Idee verbreitete, Biographien von Fabriken zu schreiben, hat es so ein interessantes (und dickes) Buch noch nicht gegeben und das, obwohl die Fabrik noch nicht einmal fertig ist. Die rote Fahne von Kriwoi Rog hat sich inzwischen das Kohl-Museum in Berlin (Unter den Linden) gekrallt und die nach Otto Brosowski benannte Oberschule von Gerbstedt umgetauft. Sie trägt jetzt den Namen des Grafen von Stauffenberg ausgerechnet dieses antisemitischen und antikommunistischen Junkers!
Anmerkung der Herausgeber: Wir danken Helmut Höge
für sein Kompliment "... eine der wunderbarsten Industrieprojekt-Geschichten"!
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"Rotfuchs" Berlin
– August 2009
Im ukrainischen Kriwoi Rog erlebtWer kennt schon alle Geschichten und Episoden zur Wirtschaft der DDR? Ein rohstoffarmes Land ist darauf angewiesen, seine Hochöfen mit Erz zu versorgen, das im eigenen Land nicht gefördert werden kann. Knallhart wurde erklärt: Wenn Ihr andere sozialistische Länder Europas Eisenerz von uns, der Sowjetunion, geliefert haben wollt, müßt Ihr Euch schon mal selbst an dessen Förderung beteiligen. Anders ging es nun einmal nicht. Betroffen waren die SSR, Rumänien und die DDR. So kam es zum Abschluß des RGW-Abkommens über die gemeinsame Errichtung eines Bergbau- und Aufbereitungskombinats (BAK) in Kriwoi Rog. Es ging darum, bereits auf Halde liegende Rückstände aus der bisherigen Förderung, also oxidierte Eisenerze, mit neuesten Technologien zu erschließen. Wissenschaftler erklärten, im Ergebnis dieses Verfahrens könnten nur minderwertige Rohstoffe an die Hochöfen der beteiligten Staaten geliefert werden. Sogar der für das Vorhaben zuständige Minister der DDR hatte Einwände gegen das Projekt und unterbreitete entsprechende Alternativvorschläge, um die Erzversorgung des sozialistischen deutschen Staates zu sichern. Doch das Politbüro entschied anders. Der Minister wurde veranlaßt, den Generaldirektor eines Kombinats mit der Leitung des Vorhabens zu beauftragen. Die Wahl fiel auf das Mansfeldkombinat. Man schuf einen Generallieferanten für das BAK, der damit die Leitfunktion übernahm. Jeder gelernte DDR-Bürger wußte aus dem Geschichtsunterricht, was es mit der Fahne von Kriwoi Rog auf sich hatte. Die Mansfelder hatten ja eine besonders enge Beziehung zu dem seinerzeitigen Geschehen. So war es kein Wunder, daß sich im Gepäck der Baustellen- und Parteileitung auch eine Reihe handsignierter Bücher Otto Gotsches befanden, der als Autor des gleichnamigen Rapports Bekanntheit erlangt hatte. Im August 1985 war ich Leiter der Vorausdelegation, mit mir der Dolmetscher Rolf Junghanns, der Handwerker Gerhard Fillinger und Peter Zimmermann, dem die Unterbringung der ersten Bauleute oblag. Zunächst erfolgte die Grundsteinlegung für ein Bauarbeiterdorf, dann wurde die Baustelleneinrichtung vorbereitet, schließlich ging es um die eigentlichen Gründungsarbeiten für das Projekt. Dessen Achillesferse bestand darin, daß für eine DDR-Mark Aufwand nur 0,20 DM Rückfluß zu erwarten waren. Die DDR beteiligte sich am BAK Kriwoi Rog lediglich mit 5 %; dennoch stellte diese Investition einen immensen Aufwand für ihre Volkswirtschaft dar. Von 1985 bis 1992 waren bis zu 1300 Bauarbeiter der DDR im Einsatz. Das Vorhaben galt nicht als Vorzeigeobjekt. Folglich verhängte Günter Mittag ein Presseverbot. Nur ab und an war in örtlichen Zeitungen beiläufig etwas über das BAK zu lesen. Für mich und meine Frau bedeutete diese Zeit die aufregendste berufliche Herausforderung, die man sich vorstellen konnte. 2002 entstand die Idee sie ging vor allem von Rolf Junghanns aus , damals Erlebtes aufzuschreiben. 60 Autoren aus der früheren DDR und der Alt-BRD, aus der Ukraine und Tschechien es handelte sich um Arbeiter, Angestellte, Ingenieure, Leitungspersonal, Funktionäre und Regierungsbeamte haben Meinungen, Erinnerungen und Anekdoten zu der Publikation beigesteuert. Heraus kam dabei ein Sachbuch über die technologischen Zusammenhänge, aber auch eine Darstellung persönlicher Erlebnisse in der Ukraine und weiter wirkender Erinnerungen. Jährlich finden Treffen der beteiligten Bauleute statt, eine Schule im thüringischen Roßleben pflegt noch heute Kontakte mit Schülern in Kriwoi Rog. Gerhard Kasten |
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"blogs.taz.de" Berlin
– 22.10.2009 http://blogs.taz.de/hausmeisterblog/2009/10/22/das_bergbau_und_aufbereitungskombinat_kriwoi_rog/ Das Bergbau- und Aufbereitungskombinat Kriwoi Rogvon Helmut Höge Ein utopisches Projekt – abgewickelt
2000 heißt es in einer Reportage des “Freitag” über die Region: “Noch nie in der 800-jährigen Bergbaugeschichte war das Gebiet so tot wie heute. Junge Leute verlassen die Stadt, gehen über den Harz in den anderen Teil Deutschlands. In manchen Monaten beträgt die Arbeitslosigkeit bis zu 50 Prozent.” 2005 schickte dagegen die ARD ihren Altreporter Fritz Pleitgen ins Mansfelder Land, um dort doch wenigstens einige “Erfolgsgeschichten” aufzuspüren: “So baut ein Winzer auf einer Braunkohlenhalde ertragreich Wein an. Das Werk MKM mit 1000 Mitarbeitern hat sich die modernste Kupferfertigung der Welt zugelegt. Die Firma gehört nun einer Aktiengesellschaft aus Kasachstan. Mit viel Mut haben ehemalige Kombinatsmitarbeiter eine europaweit einzigartige Reparaturwerkstatt für Dampflokomotiven aufgebaut. Und schließlich die Nonnen des Zisterzienser-Ordens im Kloster Helfta! Sie haben in Luthers Eisleben für ein Comeback der Katholischen Kirche gesorgt, das bei meinem ersten Besuch 1981 niemand auf der Rechung hatte.” Nach Ende des Ersten Weltkriegs und der Revolution von 1918 fanden hier die heftigsten Klassenkämpfe statt. 1921 schickte die SPD-Regierung Einheiten der gerade neu organisierten preußischen Polizei nach Hettstedt und Eisleben, um den Unternehmern die dortigen Betriebe zu erhalten. Teile der Arbeiterschaft in der Region reagierten darauf mit Streiks und Betriebsbesetzungen. Einen Mittelpunkt bildete das Chemiewerk in Leuna. Die kommunistischen Parteien waren sich nicht sicher, wie sie auf diese Situation reagieren sollten. Unter Druck der Kommunistischen Internationale wurde halbherzig zu einem deutschlandweiten Generalstreik aufgerufen, der nur wenig Resonanz fand. Außerdem wurden einige Funktionäre in die Region entsandt. Auf der anderen Seite schickte die SPD-Regierung Freikorps, in einem kämpfte der spätere SS-Massenmörder Dr. Dirlewanger – insbesondere gegen die Arbeiterwehren, die der herbeigeeilte KPD-Kämpfer Max Hoelz organisiert und bewaffnet hatte. Diese überzogen laut Wikipedia “die Region um Mansfeld, Eisleben und Hettstedt mit Brandstiftungen, Plünderungen, Bankraub und Sprengstoffattentaten sowie Zugentgleisungen und Sprengungen von Eisenbahnstrecken.” In den Leunawerken verbarrikadierten sich die Arbeiter gegen die Reaktion. Der Aufruf zum Generalstreik durch die KPD-Bezirksleitung wurde nach und nach im gesamten Bergbaugebiet Mansfeld-Eisleben befolgt. Nach weiteren Bombenanschlägen gegen Justizgebäude in Dresden, Leipzig und Freiberg sowie blutigen Zusammenstößen zwischen Arbeitern und Polizei in Hamburg verhängte Reichspräsident Friedrich Ebert den Ausnahmezustand. Im mitteldeutschen Industriegebiet verschärften sich daraufhin die Kämpfe, die nun auch auf Halle, Merseburg und Bitterfeld übergriffen. Polizei, Regierungstruppen und Freikorps setzten sich jedoch durch und schlugen die Aufstände blutig nieder. Die Besetzung der Leuna-Werke wurde mit Artilleriebeschuss und der Erstürmung des Werksgeländes beendet. Am 1. April 1921 wurde die letzte, von Max Hoelz geführte Gruppe von Aufständischen bei Beesenstedt zersprengt – und Hoelz wenig später zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt, auf Druck der Öffentlichkeit amnestierte man ihn 1928, ein Jahr später emigrierte er in die UdSSR, wo er 1933 starb. Gegen Ende der Zwanzigerjahre waren die Menschen im Mansfeldischen fast in zwei Lager gespalten: Kommunisten und Nationalsozialisten. Die einen wie die anderen wurden von Inflation und Arbeitslosigkeit bedrückt. Unterdes hatte sich die Sowjetunion zum Haupteinwanderungsland entwickelt: Sie zog Arbeitskräfte aus allen Industrieländern an. Überall entstanden neue Fabriken. In dieser Situation schrieb Otto Brosowski, der Sekretär der KPD-Betriebszelle des Paul- und Vitzthum -Schachtes bei Gerbstedt, der Parteizentrale des Dzierzynski-Schachtes im ukrainischen Kriwoi Rog einen Brief, in dem er an die Solidarität der Bergarbeiter apellierte. In der Folgezeit entwickelte sich daraus eine gewisse Verbundenheit zwischen den Belegschaften der zwei Schächte. 1929 schickten die Kommunisten des ukrainischen Bergwerkes eine reich bestickte rote Fahne nach Gerbstedt. Sie wurde vom kommunistischen Landtagsabgeordneten Karl Schulz aus Neukölln feierlich – mit Reden, Musikzügen und Fackelumzug – an Otto Brosowski übergeben. In den darauffolgenden Jahren wurde die “Rote Fahne von Kriwoi Rog” bei allen Arbeiterdemonstrationen im Mansfelder Land mitgeführt. |
Die Fahne von Kriwoi Rog kurz nach ihrem Eintreffen in Gerbstedt | |||
Die Nationalsozialisten waren ebenso scharf auf Symbole wie die Kommunisten. Sie versuchten, die rote Fahne aus Kriwoi Rog zu “besiegen”. “Am 12. Februar 1933 überfielen SA- und SS-Angehörige eine Arbeiterturnhalle in Eisleben. In dieser Turnhalle fand gerade eine Jugendweiheveranstaltung – von der Kommunistischen Partei Deutschlands organisiert – statt. Die Männer der SA und der SS gingen mit äußerster Brutalität – teils mit Spaten – gegen die Anwesenden vor. Walter Schneider und Otto Helm wurden erschlagen. Sie verstarben noch in der Turnhalle. Der Bergarbeiter Hans Seidel wurde schwer verletzt. Er verstarb am folgenden Tag im Knappschaftskrankenhaus in Eisleben. Der in der DDR bekannte KPD-Funktionär Bernhard Koenen verlor ein Auge. Dieser als ‘Eislebener Blutsonntag’ in die Geschichte eingegangene Überfall forderte 3 Tote und 26 Schwerverletzte. Es war das erklärte Ziel der Mansfelder Nationalsozialisten, die Fahne von Kriwoi Rog in ihren Besitz zu bringen und auf dem historischen Marktplatz von Gerbstedt zu verbrennen. Die Familie Otto Brosowskis wurde von nun an mit Hausdurchsuchungen terrorisiert. Die Fahne aber blieb unauffindbar,” heißt es auf der Internetseite “www.harz-saale-de”. 1945 eroberten zunächst die Amerikaner das Mansfelder Land. Als dann die Rote Armee einmarschierte, ging ihnen die Familie Brosowski mit der unversehrten “Fahne von Kriwoi Rog” entgegen. Der Maler Karl Kothe hat diesen historischen Augenblick 1953 im Auftrag des Mansfeldkombinats in einem Gemälde festgehalten. Eine in Keramik gefasste Kopie des Bildes hing bis zur Wende in der Halle des Dessauer Hauptbahnhofs. Zu Ehren von Otto Brosowski wurden dann der “Paulschacht” und im Jahre 1971 die Oberschule in Gerbstedt benannt. Der Schacht mußte 1961 stillgelegt werden, die Otto-Brosowski-Oberschule existiert heute noch als Sekundarschule, sie wurde nach der Wende jedoch – ausgerechnet – auf den Namen des Grafen Schenck von Stauffenberg umbenannt. (1) Die “Fahne von Kriwoi Rog” kam in das “Deutsche Historische Kohl-Museum” Berlin. Das “Kombinat Mansfeld” wurde in der Wende von der Treuhandanstalt erst in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und dann 1993 aufgelöst. (2) Bereits 1960 hatte der Arbeiterschriftsteller Otto Gotsche die Fahnen-Geschichte zu einem Roman verarbeitet: “Die Fahne von Kriwoj Rog”. Im selben Jahr machten Inge und Heiner Müller daraus ein “Szenarium” für das DDR-Fernsehen: “Müller und seine Frau Inge saugten aus dem Gotsche-Dickleiber alles ideologische Geröll heraus und bauten ein durchsichtig-klares Kammerspiel,” schreibt “Die Welt”…. Inszeniert wurde es dann auch von einem Theaterregisseur: von B.K.Tragelehn. Sieben Jahre später wurde der Roman für das Kino verfilmt – von Kurt Maetzig, mit Erwin Geschonnek als Otto Brosowski. Der Roman beginnt 1927, der Film 1945 – als die Brosowskis die Fahne auch noch für kurze Zeit vor den amerikanischen Besatzungstruppen verstecken mußten. 1952 war in der DDR bereits ein sowjetischer Roman – von Alexej Gurejew – erschienen, der “Rote Sterne über Kriwoirog” hieß. Im Mittelpunkt dieses Aufbauwerks steht die Entwicklung eines südukrainischen Bergarbeiters, der noch zu quasi vorrevolutionären Arbeitsbedingungen – zu Beginn des ersten Fünfjahresplans 1928/29 – in einem Schacht als Pferdeführer anfing – und sich dann durch Selbstschulung und -disziplinierung stetig hocharbeitete. Während des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion kämpfte er als Soldat an der Front, ab 1944 beteiligte er sich am Wiederaufbau der zerstörten Anlagen des “Bergbau-Trusts Kriwoj Rog”. Der Romantitel bezieht sich auf den dortigen Brauch, auf jeden Förderturm einen roten Stern anzubringen, der aufflammt, wenn die Schicht ihre Tagesnorm erfüllt hat. Die Erzschächte von Kriwoi Rog gehörten vor der Revolution zumeist ausländischen Investoren, aus Frankreich z.B. Im Bürgerkrieg nach 1917 wurde die Region mehrmals von den Weißen eingenommen – und anschließend von den Grünen – den anarchistischen Partisanen von Nestor Machno zurückerobert. Dessen Hauptquartier Guljajpole befand sich ebenfalls in der Südukraine, 280 Kilometer entfernt von Kriwoi Rog. Gegen Ende des Bürgerkrieges nachdem sie auch noch den von der deutschen Heeresleitung als Führer der Ukraine eingesetzten Ataman Skoropadsky vertrieben hatten, wurden auch die Machno-Truppen besiegt – von den zunächst mit ihnen verbündeten Roten. Machno selbst gelang die Flucht nach Paris, wo er 1934 starb. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten die Sowjets die Schächte, damit sie nicht von den erneut in die Ukraine eingefallenen Deutschen ausgebeutet werden konnten. Diese versuchten einige wieder in Betrieb zu nehmen. Als sie sich jedoch 1944 wieder von dort zurückziehen mußten, sprengten sie diese Schächte und noch so manches andere. Im Jahr darauf mußten deutsche Kriegsgefangene einiges wieder aufbauen. |
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| Die Erde von Kriwoi Rog birgt noch heute – über 60 Jahre nach dem Krieg – unheilvolle Überreste. 2008 starben in der Region ein Vater und sein Sohn durch die Explosion einer Mine aus dem längst vergangenen Krieg. |
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Seit Maxim Gorki den Schiftstellern in den Zwanzigerjahren vorschlug, Biographien von Fabriken zu verfassen, entstanden in der Sowjetunion eine ganze Reihe von Betriebsgeschichten. Erwähnt sei der während des ersten Fünfjahresplans veröffentlichte und 1952 auf Deutsch erschienene Aufbau-Roman von Mariette Schaginjan: “Das Wasserkraftwerk”. Ferner Anton Semjonowitsch Makarenkos verfilmter Bestseller über den Aufbau einer “Kolonie” für verwaiste Kinder und Jugendliche: “Der Weg ins Leben”, das sich wesentlich von seinem darauffolgenden Roman “Flaggen auf den Türmen” unterscheidet, in dem es um die Realisierung seines zweiten Projekts – einem Industrieobjekt für Jugendliche – geht, und das bis in die Sprache bereits ganz von “Planerfüllung” durchdrungen ist. Dann das Buch “Die Baugrube” vom sowjetischsten aller sowjetischen Schriftsteller Andrej Platonow, der darin wie auch in seinen anderen Werken schon sehr genau zwischen einem Emanzipations- Projekt und einer -Bewegung unterschied. “Scheißkerl!” schrieb Stalin an den Rand eines seiner Manuskripte. Außerdem Wassili Ashajews Bestseller über eine sibirische Großbaustelle: “Fern von Moskau”, zu dem Alexander Solschenizyn in seinem Buch “Der Erste Kreis der Hölle” anmerkte, dass es ein verlogenes Machwerk sei, denn ohne dass es erwähnt wird, ginge es darin um ein Zwangsarbeitslager in Sibirien – “vielleicht sogar von einem Sicherheitsoffizier geschrieben”. Schließlich Fjodor Gladkows Bestseller “Zement”, aus dem Heiner Müller 1972 ein Theaterstück machte. Gladkow hatte sein Werk bei jeder Neuauflage überarbeitet – und dabei aus den Alltags-Dialogen sukzessive Sonntags-Reden, d.h. eine trockene Funktionärssprache, gemacht. Walter Benjamin, der das Buch in den Zwanzigerjahren las, hatte den Autor gerade deswegen gelobt, weil er ihm als der Erfinder des bolschewistischen Argot galt. Für seine Bühnenfassung gab Heiner Müller daraufhin zusammen mit Fritz Mierau die erste Übersetzung von 1927 noch einmal – quasi heimlich – heraus. Schließlich sei noch der Aufbauroman “Das Sägewerk” von Anna Karawajewa aus dem Jahr 1927 erwähnt. Kürzlich erschien auf Deutsch ein polnischer Roman von Daniel Odija, der ebenfalls “Das Sägewerk” heißt. Es geht darin um die Bewohner eines Kolchosdorfes mit einer Kolchosensiedlung, aber seit der Wende ohne Kolchose, dafür jedoch mit einem neuen Sägewerk, das ein Projektemacher (Businessman) aufbaut und womit er einige neue Arbeitsplätze schafft. Er wird mächtig und kann sogar Politikern die Stirn bieten, aber nach einer Reihe von Fehlschlägen geht es bergab. Am Ende zündet er sein Werk an, damit es nicht seinen Gläubigern in die Hände fällt. Zu dem Genre Fabrik-Biographien gehört auch noch der Roman “Rote Sterne über Kriwoi Rog”. Als er 1952 auf Deutsch erschien, begann man in der DDR ebenfalls an die Veröffentlichung von Fabrikbiographien zu denken. Dazu sollten sich die Künstler ab 1959 gemäß des “Bitterfelder Weges” in die Produktion begeben. Heiner und Inge Müller recherchierten in diesem Zusammenhang ein Jahr lang im Braunkohleveredlungsbetrieb “Schwarze Pumpe”. Das aus dem Berliner Glühlampenwerk hervorgegangene Kombinat Narva veröffentlichte seine Betriebsbiographie, immer wieder erweitert, unter dem Titel “Arbeiter machen Geschichte”, Ähnliches unternahm auch das Bischofferöder Kaliwerk “Thomas Müntzer”. Die Wolfener Filmfabrik ORWO gab eine ganze Schriftenreihe in eigener Sache heraus. Nach der Wende erschien noch ein üppiges Geschichtswerk über das “Eko-Stahlwerk” in Eisenhüttenstadt und über den in der Zwischenzeit abgewickelten Westkonzern “AEG” sowie über dessen einstigen Moskauer “Milchbruder”: “Elektrosawod” – u.a. von Wladislaw Hedeler. Im Westen bestand dieses Genre zumeist aus Unternehmerbiographien bzw. Firmenwerbung. Erwähnt seien die Geschichten von Siemens, der Deutschen Bank, Hapag-Lloyd und BBC/ABB – von Werner Catrina. Zumeist ließen die Konzerne sie von dafür bezahlten Historikern verfassen. Daneben gab es jedoch auch einige kritische Betriebsgeschichten: u.a. das “Daimler-Benz-Buch”, “Das Glühbirnenbuch”, “Die Aldi-Welt” und ein von Michael Gromm im Selbstverlag herausgegebenes Buch über die Braunkohleförderung in der Lausitz und den Konzern “Vattenfall”: “Horno – ein Dorf leistet Widerstand”. Zuletzt erschien noch ein ähnliches Geschichtsbuch über “Heuersdorf”, hierbei hatte jedoch schon der Energiekonzern Vattenfall die Redaktionsführung. 1986 schrieb der Haushistoriker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: “überall, auch an den Leitungen, aus denen die Bundesrepublik sowjetisches Erdgas bezieht, kleben das Blut, der Schweiß und die Tränen von Heeren sowjetischer Arbeitssklaven”. Das war zur Begründung des von den USA verhängten “Röhrenembargos” behauptet. Um die Gas-Pipeline zwischen dem sibirischen Gasfeld auf der Halbinsel Jamal und der Ukraine, der Tschechoslowakei sowie der DDR dennoch bauen zu können, verpflichteten sich die sozialistischen Bruderländer, bestimmte Bauabschnitte zu übernehmen. Die DDR übernahm einen Abschnitt in der Ukraine und im Ural. Die Arbeitsplätze dort in den Luxuslagern waren “Kampfplätze gegen den Imperialismus”: Statt Blut, Schweiß und Tränen gab es ein fröhliches Lagerleben, mit jede Menge Sondervergütungen und Privilegien daheim. “Einmal Trasse – nie mehr arm!” So wurde ein Arbeitseinsatz in der Sowjetunion gesehen. “Wenn am Flughafen Schönefeld einer zu mir ins Auto stieg und sagte ‘Einmal Leibzig’, dann wußte ich: der kommt von der Erdgastrasse.” So ein Taxifahrer über die “Trassenbauer”. Sie errichteten im Ural ganze Siedlungen, Heizwerke, riesige Fabriken und Verdichterstationen für das Gas. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit sollte sich dann beim Bau des größten “Bergbau- und Aufbereitungskombinats Kriwoi Rog” in der Ukraine fortsetzen … Über dieses riesige Projekt gibt es nun ein wunderbares, dickes Buch “Das eiserne Problem des Sozialismus, Ukrainisches Erz zum hohen Preis” (Schibri-Verlag 2009). In ihm erzählen die am Bau des BAK Kriwoi Rog Beteiligten – vom Kind bis zum Direktor und Minister – die Geschichte ihrer Zusammenarbeit vom Anfang bis zum bitteren Ende – d.h. bis heute. Auf deutscher Seite war das “Mansfeld Kombinat” in Sachsen-Anhalt für die Durchführung des Projekts zuständig. ———————————————————————————————————————– Anmerkungen von Helmut Höge zu seinem Blog: (1) Über den klügsten aller deutschen Juden- und Kommunistenvernichter Stauffenberg, der den deutschen Krieg in einen sowjetischen Bürgerkrieg verwandeln wollte, schrieb Bertolt Brecht am Tag nach dem Hitler-Attentat in sein Arbeitsjournal: “als etwas über die blutigen vorgänge zwischen hitler und den junkergenerälen durchsickerte, hielt ich für den augenblick hitler den daumen; denn wer, wenn nicht er, wird uns schon diese verbrecherbande austilgen? zuerst hat er dem herrnklub seine SA geopfert, jetzt opfert er den herrnklub, und was ist mit der ‘plutokratie’? die deutsche bourgeoisie mit ihrem junkergehirn erleidet einen gehirnschlag (die russen marschieren auf ostpreußen.)” (2) Das “Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck” bestand aus 19 Werken: 1. Aluminiumfolie Merseburg, Der Betriebsratsvorsitzende des Mansfeld Kombinats erzählte mir nach der Wende, dass sie sich als Vertreter der 13.000 Mitarbeiter noch vor den ersten Massenentlassungen – von der Treuhand “Großflugtage” genannt – eine Alternative zu den von oben nach unten durchgestellten und dann dort zusammen mit den Betriebsräten exekutierten Entlassungsquoten ausdachten: “Wir entlassen alle Bereichsleiter und die sollen sich mit ihrer jeweiligen Produktion und den dort Arbeitenden selbständig machen.” Der Betriebsrat fand dafür Unterstützung bei einem der von der Treuhand eingestellten Westgeschäftsführer der nunmehrigen Mansfeld AG. Als sie zusammen die Landesregierung zwecks finanzieller Förderung angingen, stießen sie auf den entschiedenen Widerstand des damaligen FDP-Wirtschaftsministers: “Das ist Marktwirtschaft von oben – und kann so nicht funktionieren!” Die “Mansfeld-Idee” konnte sich jedoch trotzdem durchsetzen – und das Aluminium-Werk mit über 200 Mitarbeitern wurde ebenso ausgegründet wie die Kombinats-Schusterei mit 2 Mitarbeitern. Als diese Betriebe nach einem halben Jahr noch immer existierten, veröffentlichte der Wirtschaftsminister unter seinem Namen ein Buch mit dem Titel “Das Mansfelder Modell”. Der Betriebsratsvorsitzende meinte zu dieser Sauerei bloß: “Der Erfolg hat eben viele Väter.” —————————————————————————————————————————– Die Bergbaubetriebe der Region wurden nach 1945 als erstes zum Kombinat Mansfeld zusammengefaßt. In Kriwoi Rog entstand derweil im dortigen Hüttenkombinat der größte Hochofen der Welt. Ringsum wuchsen die Abraumhalden im Laufe der Zeit auf einige Milliarden Tonnen an. 1969 beschloß man, ein Aufbereitungskombinat dafür zu bauen. Mehrere RGW-Länder sollten sich daran beteiligen, ihre Bauleistungen sollten mit Eisenerz bezahlt werden. 1983 unterzeichneten vier Länder die Verträge. Obwohl bis dahin nie mit einem solchen Exportprojekt befaßt, wurde das Kombinat Mansfeld – wegen Brosowski und der roten Fahne – verpflichtet, den DDR-Teil des RGW-Vorhabens “BAK Kriwoi Rog” zu steuern. Es gründete dazu in Berlin den “VEB Mansfeld Generallieferant Metallurgie” (MGM). Im Prinzip war dies ein ähnliches Gemeinschaftsprojekt wie die Gastrasse von Sibirien in die DDR, nur dass um die “Druschba”-Abschnitte, die zu bauen die DDR übernommen hatte, jede Menge Propaganda gemacht wurde, während das “BAK” großenteils geheim war, zudem liegt Kriwoi Rog im Oblast Dnjepropetrowsk, der für Ausländer gesperrt war. Es arbeiteten dann auch viele Leute von der Gastrasse auf der BAK-Baustelle. Zunächst wurde jedoch erst einmal ein Bauarbeiterdorf in Dolinskaja 50 Kilometer entfernt von Kriwoi Rog errichtet. Zusammen mit dem “Definitivbau” ergab das dann ab Mitte der Achtzigerjahre die größte Baustelle der Welt. Das BAK ist jedoch heute noch nicht fertig. Erst verschwanden die Vertragspartner Sowjetunion und DDR, an ihre Stelle traten Ukraine und BRD. Dann galten plötzlich Weltmarktpreise, an denen gemessen das aufbereitete Eisenerz zu teuer wurde, so dass sich die BRD nach Abwicklung des Mansfeld Kombinats 1992 aus Kriwoi Rog zurückzog. Die ukrainische Notverwaltung des halbfertigen BAK schöpfte zwar Hoffnung, dass weiter gebaut werden würde, als die Stahlpreise ab 2002 stiegen. Die Kiewer Regierung verhandelte bereits mit dem größenwahnsinnigen Inder Lakshmi Mittal, der bereits EKO-Stahl und Nova Huta erworben hatte. Aber mit der Wirtschaftskrise sanken nun die Chancen zum Weiterbau wieder gegen Null. Dafür hat jetzt einer der DDR-Baustellen-Dolmetscher, Rolf Junghanns, u.a. mit Geldern der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine der wunderbarsten Industrieprojekt-Geschichten über das “BAK Kriwoi Rog” veröffentlicht: Über 60 ehemalige Kollegen, russische Partner, westdeutsche Abwickler, Frauen und Kinder aus Dolinskaja kommen darin zu Wort. Seitdem Maxim Gorki die Idee verbreitete, Biographien von Fabriken zu schreiben, hat es so ein interessantes (und dickes) Buch noch nicht gegeben – und das, obwohl die Fabrik noch nicht einmal fertig ist. Eigentlich wollte ich hier noch die interessantesten Gedanken daraus zitieren. Vielleicht läßt sich das aber auch nachholen. —————————————————————————————————————————– Unsere Anmerkungen zum Blog von Helmut Höge: Das Einzige, was zu Helmut Höges zweiter(!) Rezension unseres Buches anzumerken ist: Die Nebeneinanderstellung des Bauarbeiterdorfs und der defnitiven Industriebauobjekte ergibt einen Größenvergleich, bei dem eine Erbse mit einem Fussball gleichgesetzt wird. Neben der unterschiedlichen Größe der einzelnen Objekte waren die Industrieobjekte vom Aufwand, den Kosten und der Schwierigkeit her eine ganz andere Klasse. Das ist aber einem Rezensenten, der nie vor Ort war, nicht vorzuhalten. Wir können Helmut Höge für sein anhaltendes Interesse für unser Bauvorhaben und unser Buch nur danken! |
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LESERZUSCHRIFTEN |
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26. Mai 2010 Sehr geehrter Herr Junghanns, ich wollte Ihnen nur mal mitteilen, das Ihr Buch bei meinem Vater ein Riesenerfolg war. Er ist total begeistert davon und schmökert fleißig. Also,wie gesagt ist das Buch echt klasse für meinen Vater. Mit freundlichen Grüßen Sandro Heinelt
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20. Februar 2010 Lieber Rolf, ich bin glücklich, dass ich mir in den letzten Tagen Zeit nehmen konnte, um in Deinem Buch zu schmökern, mindestens 2 Deiner Artikel ganz und vieles andere auszugsweise oder diagonal zu lesen. Mehr war mir leider nicht möglich, auch wenn es schade ist. Zu Deinem Anteil an eigenen Artikeln und vor allem Übersetzungen (Sascha Lasarew, z.B.) kann ich Dich als Kollegin nur beglückwünschen. Zum komplexen Inhalt, der hier zu beschreiben ist, zur vollendeten Form im Deutschen und zu dem Augenzwinkern, das in all Deinen Aussagen immer mehr oder weniger deutlich dahintersteht. Man versteht, wie sehr Du den Durchblick durch die verschlungenen Pfade nicht nur des real existierenden Sozialismus, sondern auch der wirtschaftlichen Verflechtungen in neuerer Zeit hast, vor allem in Deinen Schlussfolgerungen in Deinem letzten Artikel. […] Von den anderen Artikeln oder Teilen daraus ist mir im Kopf geblieben, dass sie einen Einblick in die Verhältnisse im Ostblock, in das damalige Denken und die Sprache dazu geben. Es ist für mich als „Wessi“-Aufgewachsene immer wieder Anlass zum Neulernen der deutschen Sprache und teilweise auch der Bewunderung, wie man mit vielen schwierigen und hochgestochenen Worten so wenig sagen und so viel verbergen kann. Was ich besonders gut finde, ist der gesamte Anhang mit Tabellen, technischen Beschreibungen, Abkürzungen und Übersichten und die vielen Bilder, die dem unbedarften Leser doch ein anschaulicheres Bild vermitteln als Worte. Viele Bilder hätte ich mir eher im Text an der richtigen Stelle gewünscht. Das würde das Ganze noch eindrucksvoller machen. Ich denke, das Buch ist nicht nur interessant für die, die daran beteiligt waren und – wie Du selbst sagst – nostalgisch darüber berichten oder daran denken, sondern auch für Historiker, vor allem die, die den Sozialismus auch im Vergleich zur westlichen Welt bearbeiten, für Technik-Historiker (wegen der genauen Beschreibung früherer Verfahren) und für wirtschaftlich Interessierte, die – irgendwann, wenn die Ukraine sich gefangen hat – ans Investieren denken, für Umweltschützer und alle, die sich überhaupt für den Ostblock und Osteuropa interessieren. […] was ich anders machen würde: Das Format ist unhandlich, man kann das Buch nur am Tisch lesen, aber nicht im Zug, im Flugzeug oder in der Trambahn. Der Einband ist sehr schön gestaltet, aber zu weich. […] Die Frage ist, ob man bei einer größeren Neuauflage nicht einiges kürzen sollte. Denn die Texte sind sozialistisch ausführlich und manchmal unhandlich. […] Schließlich habe ich verstanden, dass Du das sehr wichtige Vorwort und das noch wichtigere Resümee geschrieben hast, richtig? Dann vermisse ich Deinen Namen darunter. Bitte, keine falsche sozialistische Bescheidenheit. Du bist im Westen angekommen und da gehört Klappern zum Geschäft. Und eine praktische Aufmachung, die die Leute anspricht und handlebar ist. […] Was ich auch nicht weiß, ist, welche Wege der Vermarktung Du bisher gegangen bist. Aber, eine so große Arbeit mit soviel Wissen und Informationen über Vergangenes, das nicht vergessen werden sollte, darf nicht in Antiquariaten verkümmern. Alles Liebe für Dich Barbara Böer Alves
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4. Januar 2010 In der Brigade Krasel war ich auch eine Zeit lang, nämlich als meine Truppe im Urlaub war (siehe S. 502 Bild oben rechts, der mit „N“ gekennzeichnete im Hintergrund). Außerdem bin ich auf Seite 245, Bild Mitte rechts zu finden. Dort paddeln wir mit unserem Wikingerboot allen davon. Ich bin derjenige am Bug. Froh wäre ich, wenn ich die Adressen der darauf befindlichen Leute hätte, es ist „meine“ Tischlerbrigade. Zu der Zeit war ich, bis zu meiner Abreise Ende 1988, Brigadier. Der Bärtige und der Blonde waren Bauleiter und …? Ich kann nicht mit Namen dienen, sind leider alle weg!!! Meine Zimmererbrigade, bei der ich bis zur Fertigstellung der Tischlerei arbeitete, ist auf dem unten folgenden Foto zu sehen. Ich meine, der Brigadier (der kleine Dicke mit der Brille) hieß Horst und kam aus Körba. Die Spitznamen einiger Leute: Pinsel, Sechser, Raffzahn, Lutscher, Helmut, sind mir noch ein Begriff, aber die „Klarnamen“ leider nicht. Hast Du dazu ggf. Kontaktmöglichkeiten? An die Dacharbeiten an der BAUFA neben dem Wasserturm (Bild auf Seite 193 rechts oben) kann ich auch noch sehr gut erinnern. 26. Februar 2010 Ich habe das Buch nun bis ins Detail durchgelesen. Abschließend kann ich das Vorhaben für mich nun getrost beenden, denn alle bisherigen Fragen meinerseits und darüber hinaus sind beantwortet. Sicher stehe ich wegen meines damaligen Alters von 20 Jahren (am 13.3.1986 dort intensiv gefeiert) emotional nicht so dazu wie manch anderer, wesentlich älterer Kollege. Und auch meine damalige Stellung als Schippenstiel ließ nur eine begrenzte Sichtweise zu gegenüber denjenigen, die sich – neben den auch sehr interessanten Erfahrungen – als Lackschuhe intensiv mit dem hintergründigen „Elend“ beschäftigen mussten. Da ich heute als Sachverständiger und Planer tätig bin, also die Seite gewechselt habe, kann ich dies – zumal die Vorbehalte sich kaum wesentlich geändert haben – sehr gut nachvollziehen. Alles in allem bin ich sehr dankbar für diese Zeit und kann nur jedem jungen Menschen empfehlen, ähnliche Erfahrungen zu machen. Es müssen aber keine 3 Jahre und nicht unbedingt die Ukraine sein. Mathias Huschga 1985-1988 als Tischler/Brigadier am BAK Hinweis:
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Zimmererbrigade Bogen mit Mathias Huschga (sitzend Mitte) – 1987 während einer Nachtschicht in einem BAUFA-Haus |
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4. Dezember 2009 Anmerkung zum Schreiben von Herrn Brendel:
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14. April 2009 ... ein gutes Buch, fachlich und historisch wertvoll, vor allem für uns Beteiligte – aber auch für andere. Es weckt Erinnerungen an Menschen und Geschehnisse zu einem Zeitpunkt unseres persönlichen Lebens, zu dem wir viel gearbeitet und geleistet haben, aber auch glücklich und voller Hoffnungen auf das Gelingen unserer Anstrengungen waren. Alice Podbielski Leiterin der Dolmetschergruppe der DDR-BAK-Baustelle |
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14. April 2009 [...] ich muss sagen, dass Ihnen ein sehr gutes Sach-und Erlebnisbuch gelungen ist, welches auch sicher bei Lesern ohne entsprechende fachliche Kenntnisse ankommt! Im ND vom 20.5.09 fand ich den Bericht " Was blieb vom Einsatz in Kriwoi Rog?", den ich gut fand. Die Problematik "Was blieb" gilt auch für unser 2. Buch "Geologen- und Bergleute in der Mongolei 1971-1991" (Erscheinungstermin Mitte 2010). Sie ist in Ihrem Buch ja ausführlich beschrieben und hat für unser Buch Vorbildwirkung. Zum Glück werden die Such- und Erkundungsergebnisse unserer Zusammenarbeit DDR-MVR heute mit Erfolg in der Mongolei durch den Abbau der gemeinsam erkundeten Rohstofflagerstätten genutzt! Leider ohne deutsche Mitarbeit und ohne Refinanzierung der enormen finanziellen DDR-Beteiligungen. Übrigens glaube ich, dass Ihr Buch nicht leidet durch die geringe Anzahl von Farbfotos, die notwendige Aussagekraft ist bei Schwarz-Weiß-Fotos m.E. manchmal sogar besser! Joachim Stübner Mitverfasser und Herausgeber des Buches "Auf Goldsuche in der Mongolei. Die Geologenexpedition der DDR in der MVR" |
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3.04.2009 Vielen Dank für das Buch und Glückwünsche von mir! Zum Durchlesen des Buches brauche ich einige Zeit. So möchte ich erst einmal meine ersten Eindrücke mitteilen. 1. Das Buch macht insgesamt ein grandiosen Eindruck. Von der Anzahl der Artikel (75) und der Anzahl der Autoren (60) her wie auch von der Erfassung der Probleme her kann das Buch durchaus enzyklopädisch genannt werden. 2. Ein ausgezeichneter Einband. Besonders schön ist die Rückseite des Bucheinbandes mit der Darstellung der oxidierten Eisenquarzite – eine exakte Farbwidergabe. 3. Einen guten Eindruck machen die drei ersten und die drei letzten Beiträge. 4. Zu meinem eigenen Beitrag: Zum ersten Mal habe ich einen Artikel von mir in deutscher Sprache vor Augen (zuvor waren meine Beiträge nur in Englisch und in Russisch abgefasst). Ich möchte Ihnen Dank sagen für die umfangreiche Arbeit, die mit der Bearbeitung des Materials und der Übersetzung geleistet wurde. Mit Vergnügen erinnere ich mich an unsere Diskussionen zur Terminologie und zu einigen Feinheiten der Technologie. Letztendlich ist alles recht gut geworden. Besonderen Dank an Sie dafür, dass Sie in meinem Text die zahlreichen Namen belassen haben – die Nennung der Namen ist gerechtfertigt. Mit den Namen Dr. W. G. Derkatsch, Prof. W. I. Karmasin, Prof. G. W. Gubin, des Leiters der Erzförder- und Verarbeitungsindustrie der UdSSR W. S. Winogradow sowie der Leiter des Instituts "Mechanobrtschermet" in den 1960er bis 1980er Jahren G. F. Suslikow und F. U. Popow muss wohl jedes Buch über die Aufbereitung der oxidierten Eisenquarzite beginnen. Auch die Namen meiner Kollegen aus dem Institut "Mechanobrtschermet" sind im Text belassen worden. Für einige von ihnen dürfte das die einzige Möglichkeit sein, in der Literatur genannt zu werden. Zu den Namen sei noch angemerkt: Das Buch enthält Namen in großem Unfang. Vielleicht ist es angebracht, ein alphabetisches Verzeichnis sämtlicher im Buch vorkommenden Namen zu erstellen. |
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5. Zur fotografischen Vorstellung und den Kurzbiografien der Autoren (S. 474-480): ein ausgezeichnetes, informatives Material. Außer einigen bekannten Gesichtern wie A. J. Grizina, mit dem ich bekannt war, und Prof. Schubert, mit dem ich vor vielen Jahren eine Begegnung hatte, hatte ich auch das Vergnügen, nach längerer telefonischer Bekanntschaft den Redakteur und Übersetzer meines Textes und zugleich Herausgeber Rolf Junghanns nun auch optisch kennenzulernen. 6. S. 428 – Maschinenstammbaum für das BAK Kriwoi Rog: Mit diesem Stammbaum sind für mich zwei Erinnerungen verbunden. 1985 wurde er als dreidimensionales Modell auf der Volkswirtschaftsausstellung der UdSSR in Moskau gezeigt, wonach ich mit der Silbermedaille der Volkswirtschaftsausstellung ausgezeichnet wurde. 1987 verteidigte ich auf der Grundlage dieses Maschinenstammbaums meine Dissertation im Bergbauinstitut in Dnepropetrowsk. 7. Auf S. 472 wird auf den Vortrag auf den Kongress in Aachen (1997) verwiesen. In diesem Vortrag wurden die Ergebnisse der langjährigen Forschungen zur magnetischen Aufbereitung schwachmagnetischer Erze zusammengefasst und die prinzipiell möglichen Richtungen der Entwicklung der Technologie der Magnetscheidung für diese Erze aufgezeigt – Aufbereitung der Erze aus der Untertageförderung und Herstellung hochreiner Konzentrate. Dieser Vortrag dürfte für die künftigen Investoren des BAK Kriwoi Rog überaus wertvoll sein. Abschließend noch einmal Dank für dieses Buch. Vladimir Malyi vormals Leiter der Abteilung für die Aufbereitung oxidierter Eisenerze im Institut "Mechanobrtschermet" Kriwoi Rog und Cheftechnologe für die Anlagen zur Aufbereitung der oxidierten Erze des BAK Kriwoi Rog |
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4. April 2009 Lieber Rolf, vielen Dank für Dein sehr großes Engagement, dieses umfangreiche Buch nach 6jähriger Vorbereitung nun zu präsentieren. Nach meiner Auffassung ist ein sehr lebendiges und nachvollziehbares Dokument entstanden, dass alle Anstrengungen und auch Freude nochmal in Erinnerung bringt. Bei der Präsentation in Berlin werde ich dabei sein und freue mich schon heute auf ein Wiedersehen. Mit freundlichen Grüßen Manfred Griese 1985-1990 stellv. Leiter der Abteilung Kriwoi Rog in der Handelsvertretung der DDR in der UdSSR, später Projektleiter bei der Ost-Handels-GmbH Berlin |
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Mai 2009 17 Jahre nach der Schließung der Großbaustelle "Bergbau- und Aufbereitungskombinat Kriwoi-Rog" erscheint das Buch mit dem Titel "Das eiserne Problem des Sozialismus". Von der Gründung des VEB Mansfeld Generallieferant Metallurgie Berlin, der Großbaustelle BAK Kriwoi-Rog und schließlich bis zu Liquidation des Vorhabens zeichnen die Herausgeber des Buches mit viel Fleiß, Genauigkeit, Sachkenntnis und Objektivität die Geschichte dieser Großbaustelle auf. Hierfür haben Sie Lob und Anerkennung verdient. Dieses Buch ist auch deshalb so wertvoll und empfehlenswert, weil allen genannten und ungenannten Mitarbeitern des BAK Kriwoi Rog durch am Vorhaben beteiligte Verfasser eine hohe Einsatzbereitschaft und bewunderungswürdige Disziplin bescheinigt wird. Unter schwierigen klimatischen Bedingungen, in einem fremden Land gaben viele ihr Bestes, um Höchstleistungen für die Realisierung des Vorhabens zu geben. Unter der klugen Führung von Heinz Hildebrandt wurde in kurzer Zeit ein Baustellenkollektiv geformt und so geleitet, dass es motiviert alle gestellten Aufgaben bewältigte. Wären nicht menschliche Ressourcen durch Machtbesessenheit und Rüstungswahn in der damaligen UdSSR vergeudet worden – das BAK Kriwoi Rog würde heute produzieren. Das Werk aller Beteiligten war dennoch nicht umsonst, haben doch alle an Wissen, Lebens- und Berufserfahrung dazu gewonnen. Dieses Buch sollte für jeden ehemaligen BAK- Mitarbeiter ein Muss sein, weil es ein Stück seines eigenen Lebens aufzeigt und darstellt. Gerd Jeanneret früher Dispatcher auf der DDR-BAK-Baustelle |
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29. Juni 2009 Hallo Rolf, Ich habe am Wochenende das Buch bekommen. Danke! Nach dem ersten Schock wegen der Dicke des Wälzers habe ich mal ein bisschen geschmökert. Und bisher, muss ich ganz ehrlich sagen, hat es mir sehr gut gefallen. Die Fakten waren für mich zum größten Teil neu und richtig interessant. Die Darstellungen der Vorgänge sind naturgemäß subjektiv, aber komplett nachvollziehbar und damit um so interessanter. Kurz und gut: Ich bin heilfroh, dass Du meinen Namen irgendwo ausgegraben hast und ich das Buch bekommen konnte. Es ist das Beste, was ich in letzter Zeit über diese Jahre gelesen habe. Und dazu ist es auch noch in einem Stil geschrieben, dass man sich kaum losreißen kann. Klasse! Tschüß Henry Pfau Diplom-Ing. für Bergbau-Ökonom, Friedrichsthal b. Nordhausen |
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14. April 2009 Hey, Bin nach erstem Durchblättern hellauf begeistert. Danke! Otto Rolle früher TUL-/Transportkoordinator auf der deutschen Baustelle des BAK Kriwoi Rog |
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Juni 2009 Lieber Otmar, [...] Vor allem muss ich berichten, daß ich das Buch von Rolf, Otmar und Co. erhalten habe. [...] Dieses Buch, nein Werk ist euer Sieg. Ich persönlich schätze es sehr hoch. Je mehr ich es lese, desto mehr gefällt es mir. Um so etwas zu schaffen, braucht man nicht nur Zeit. Man muss hier gelebt haben, das Leben der Werktätigen gut, aufmerksam beobachtet haben, alles miterlebt, Anteil genommen, mitgelitten haben. Ich muss ehrlich sagen, daß ich so etwas, eine solche Tiefe und Breite der Darstellung nicht erwartet habe. Muß noch melden, dass ich hier an der Universität in Kriwoi Rog einen Vortrag über die Beziehungen zwischen Kriwoi Rog und Deutschland, zwischen Kriwoi Rog und Mansfeld gehalten habe. Es ging um die Entwicklung dieser Beziehungen. Es gab mehrere Beispiele, wie aus politischen Beziehungen herzliche menschliche Beziehungen wurden. Ich habe auch das "Eiserne Problem des Sozialismus" gezeigt, gelobt und Reklame dafür gemacht. Meinem Freund habe ich auch das Buch gezeigt. Er hat es gelesen und teilt meine Meinung. Unsere besten Glückwünsche Dir, Rolf und allen Autoren! Stanislaw Kinserski Schuldirektor im Ruhestand, Kriwoi Rog |
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14. April 2009 Die Rundummail ist schon vor ein paar Tagen eingegangen – hat große Freude ausgelöst, weil auch zeitgleich das Buch ankam. Ein schickes Buch! Wir haben uns gefreut über das Buch. Es ist so reich an Informationen und an guten Geschichten. In diesem Buch steckt viel Herzblut, stimmts? Als alte Trassenbauerin kann ich nur neidisch darauf schauen: Es gab 3 riesige Baustellenobjekte der Erdgastrasse, es gab einige Dokumentarfilme, einige kleine Buchprojekte, aber so was umfassendes hat meines Wissens keine Trassenbauergemeinde fertiggebracht! Hut ab, starke Leistung! Wir haben es auch schon weiter empfohlen, haben es angelesen, einige Geschichten und Fakten. Aber das wird Lektüre über Jahre, weil man immer wieder etwas Interessantes findet. Sibylle Albrecht früher Dolmetscherin an der DDR-Erdgastrasse und Übersetzerin beim Mansfeld Generallieferant Metallurgie |
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DRUCKFEHLER |
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